Abu Dhabi

Abu Dhabi erschien für mich immer wie der Traum aus Tausend und einer Nacht. Umso mehr freut es mich, dass ich endlich einen Tagestrip aus Dubai dorthin machen kann. Schon beim überqueren der Grenze von Dubai zu Abu Dhabi erkennt man den Reichtum des wohlhabendsten Emirat der UAE. Die neu asphaltierten Straßen sind kilometerweit mit Bäumen gesäumt, alles wirkt grüner und ordentlicher. Am Rand von Abu Dhabi fahren wir an riesigen Baugebieten vorbei, die nur erahnen lassen, was hier noch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten geschaffen werden soll. Es wird hier 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche gebaut, in drei Schichten. Das Wort „Ehrgeiz“ scheint aus dem Arabischen zu kommen.

Sheik Zayed Grand Mosque

Unser erster Stop ist die große Moschee von Scheich Zayid. Für mich das erste Motiv, wenn ich an Abu Dhabi denke. Sie ist die größte Moschee in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die achtgrößte der Welt. Scheich Zayid hat sie in Auftrag gegeben, mit dem Wunsch, sie der (nicht-muslimsichen) Öffentichkeit zugänglich zu machen. Er soll ein Vorbild für Toleranz und Offenheit gewesen sein. Leider erlebte er selbst die Fertigstellung seines großen Traumes nicht mehr. Die Moschee wurde 2007 im Monat Ramadan geöffnet.

Die Moschee ist eines der beeindruckendsten Bauwerke, die ich je gesehen habe. Komplett aus weißem Mamor und Unmengen von Blattgold erbaut strahlt sie von innen heraus und vermittelt trotz der Menschenmengen Ruhe und Gelassenheit. Beachtenswert sind außerdem die Details, die überall an Wänden, Decken und Böden zu finden sind. Blumenmuster aus Halbedelsteinen, ein von Iranerinnen in 2 Jahren geknüpfter Teppich auf dem Boden und Kronleuchter aus Swarovski Kristallen aus Deutschland lassen einen die liebevolle Kleinstarbeit der Architekten und Künstler  aller Länder spüren, die bei dem Bau der Moschee mitgeholfen haben.

Der Besuch der Moschee macht Lust, sich näher mit der Kultur Arabiens auseinanderzusetzen. Beeindruckt von der Anmutigkeit, Freundlichkeit und Stärke, die die religiöse Stätte ausstrahlt, kommen mir einige Kirchen in Deutschland düster und muffig vor.

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Ich möchte auf jeden Fall noch einmal wiederkommen.

Emirates Palace Hotel

Weiter gehts zu unserem nächsten Stop, dem Emirates Palace Hotel. Wir fahren durch die Stadt Abu Dhabi, vorbei ein Hochhäusern, Highways und luxoriösen Villen. Es ist auch hier grüner als in Dubai, obwohl die Stadt einen sehr sterilen und „neuen“ Charakter ausstrahlt. Eine Altstadt, alte Souks oder ähnliches gibt es hier nicht.

Das Emirates Palace Hotel gehört der Kempinski Hotelkette an und ist eines der luxoriösesten Hotels der Welt. Ganz im Stil Arabiens wurde auch hier alles aus Mamor mit vielen Balttgold Elementen verbaut. Wir trinken einen Kaffee mit Kamelmilch (die etwas salziger schmeckt, als normale Milch) und bestellen ein Schokoladenmalheur mit Blattgold. An uns huschen geschäftig aussehende Araber im DishDash vorbei und einige in Burka gekleidete Frauen mit unfassbar teuren Designer Handtaschen haben sich zum Kaffeekränzchen am Nachbar Tisch eingefunden. Von Unterdrückung oder Diskriminierung der Frauen ist auch hier kein Hauch zu spüren.

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Weiter geht’s

Wir setzen die Tour fort und besuchen einen Dattelmarkt. Das bedeutet allerdings keinen orientalischen Markt, wie man sich ihn vorstellt, sondern eine kleine kleine Straße auf einem Obst und Gemüse Großmarkt in einem Industrieviertel. Eine romantische Stimmung sucht man hier vergeblich. Circa 20 kleine Läden reihen sich links und rechts nebeneinander auf, jeder hat unzählige Sorten von Datteln in der Auslage. Wir suchen uns einen Verkäufer aus, probieren ein paar Sorten und ich entscheide mich für eine Schachtel nicht ganz so süßer Datteln.  Dieses Erlebnis hätte ich mir jedoch etwas spektakulärer vorgestellt.

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Yas Island

Bevor wir die Heimkehr nach Dubai antreten, setzen wir unsere Stadtrundfahrt fort, fahren die Corniche entlang und biegen dann Richtung Saddiyat und Yas Island ab. Unser Ziel ist die Formel 1 Rennstrecke von Abu Dhabi. Wir überqueren die Vergnügungs Insel Saddiyat auf der ebenso zahlreiche Tourismus-, Freizeit- und Versorgungseinrichtungen in Bau sind. Über die Sheik Khalifa Bridge geht es dann nach Yas Island. Hier sehen wir die Ferrari World, einen riesigen Freizeitpark in dem sich alles um Ferrari dreht und wo man die schnellste Achterbahn der Welt findet. Im Großen und Ganzen ist auch hier wenig Gemütlichkeit zu finden. Eine Freizeiteinrichtung liegt neben der nächsten – eine Mall gibt es natürlich auch, wo die Frauen sich die Zeit vertreiben können, wenn die Männer der Familie sich in der Ferrari Welt vergnügen.

Die Formel 1 Strecke von Abu Dhabi, der Yas Marina Circuit, wurde 2009 eröffnet. Mitten in der Rennstrecke liegt das berühmte Yas Hotel, das nachts in allerlei Farben erstrahlen kann. Moderne Architktur ist überall zu finden und es sieht in bisschen wie ein Mix aus der Bayern München Arena und einem gelandeten Ufo für mich aus. Nun bin ich allerdings auch nicht der typische Formel 1 Fan. Wir schauen vom Hotel aus auf die Rennstrecke und ich stelle mir vor, wie es wohl sit, bei Hitze, Sonne und lautem Getöse den Rennfahrern zuzuschauen.

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Nun geht es wieder Richtung Dubai. Abu Dhabi ist auf jeden Fall einen Besuch Wert und ich werde sicherlich noch einmal wiederkommen!

Meine Tipps:

Sheikh Zayed Grand Mosque Centre Abu Dhabi

The date market in Abu Dhabi

Luxuriöses 5 Sterne Hotel in Abu Dhabi | Emirates Palace

Saadiyat Island

Yas Island

Ferrari World Abu Dhabi

Yas Marina Circuit – F1

Yas Viceroy Abu Dhabi Hotel

Yas Mall

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