Reisen um zu leben – Leben um zu reisen

In letzter Zeit frage ich mich, durch was dieses ungestüme Fernweh eigentlich in mir ausgelöst wird? Warum übt das Reisen eine so große Faszination auf viele Menschen aus, und sind es dieselben Gründe bei mir? Ein Aufruf, das eigene Reisefieber zu hinterfragen!

Neue Kulturen kennen lernen, neue Orte entdecken, etwas Neues erleben….Das sind die meistgenannten Aspekte bezüglich Reisen, die man überall findet; auf Blogs, in Zeitungen, Interviews…. Ich glaube, da steckt mehr dahinter. Reisen ist mehr, als dem Alltag zu entkommen, mehr als eine spannende Abwechslung.

Einige meiner Reisen, diejenigen,  die ich unvoreingenommen angetreten habe, haben mich von Grund auf verändert. Sie haben mich zu dem gemacht, was ich bin, haben mich geformt und mich wachsen lassen. Fernweh ist nicht das Verlangen, unbedingt „wegzufahren“, sondern mich selbst herauszufordern, zu wachsen und mich in Situationen zu befinden, die mich alles Bisherige hinterfragen und neu ordnen lassen. Reisen haben etwas Lebendiges, etwas Spirituelles und etwas Herausforderndes, wenn man sich nur darauf einlässt. Man lernt sich selbst neu kennen, sieht sich mit anderen Augen und kommt nie als dieselbe Person zurück, die die Reise begonnen hat.

Erinnerungen, gute wie auch schlechte, geben Kraft, helfen mir, den Alltag zu bewältigen, motivieren und inspirieren. Begriffe wie Heimat, Zuhause und „sich angekommen fühlen“ werden erst mit Inhalt gefüllt, wenn man die Welt entdeckt. Probleme, mit denen man zuhhause kämpft, werden relativiert, gelockert, gelöst oder verstanden mit jeder Meile, die man hinter sich lässt.

Jeder, der gerne die Welt (und sich selbst) entdecken möchte, sollte sich mit folgenden

10 Fragen

auseinandersetzen, um herauszufinden, was ihn in die Ferne treibt:

 

  1. Habe ich bisher auf meinen Reisen etwas mitgenommen (Inspiration, Werte, Geschichten), was ich auch zuhause in meinen Alltag einfließen lasse?
  2. Was möchte ich gerne erleben und was motiviert mich, wenn ich andere Länder bereise? (z.B. Landschaft, Menschen, Entspannung, Kultur….)
  3. Was haben die Reisen und Erlebnisse, die mir besonders gut gefallen haben, gemeinsam?
  4. Kann ich mich komplett auf neue Umstände und Situationen einlassen, und meine gewohnten Denkweisen und Einstellungen zurückhalten?
  5. Bin ich der Typ, der möglichst viel Input in kurzer Zeit erleben möchte, oder liegt mir Slow Travelling mehr, weil ich Orte einfach auf mich wirken lassen will?
  6. Wie wichtig ist es mir, in die lokale Kultur einzutauchen und deren Gebräuche, Rituale, Sprache usw. zu verstehen?
  7. Welche Aktivitäten bevorzuge ich in der Freizeit auf meinen Reisen?
  8. Besuche ich gerne Länder öfter, um sie weiter zu entdecken, oder ist es für spannender, immer neue Umgebungen zu sehen?
  9. Wie intensiv bereite ich mich auf anstehende Reisen vor?
  10. Ist es zuhause am schönsten?

Diese Fragen können nicht richtig oder falsch beantwortet werden. Sie sollen lediglich dabei helfen, selbst herauszufinden, wie man das Reisen am besten gestaltet, um es zu genießen und viele schöne, bleibende Erinnerungen mitnehmen zu können. Mir haben diese Fragen dabei geholfen, mir klar zu werden, wie ich am besten an meinen Reisen wachsen und mich weiterentwickeln kann.

Selbsterkenntis und Sehnsucht nach fernen Orten gehen Hand in Hand.

 

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2 Gedanken zu “Reisen um zu leben – Leben um zu reisen

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