Indonesia, anda pemilik hatiku.

Indonesien, Du bist der Besitzer meines Herzens.

Ich habe meinen Herzensort gefunden, 2013 in Südostasien. Eine Reise, die ich eigentlich gar nicht machen wollte. Meine Mutter und ich planten damals endlich eine große Reise zusammen, interkontinental, weit weg sollte es gehen, und mir naiver Studentin schwebten Palmen, türkisblaues Wasser und weißer Sandstrand vor. Ich wollte am Strand Fotos in weißen Flatterkleidern mit einer Kokosnuss machen, große Strohhüte aufhaben und an der Strandbar Cocktails trinken. Karibik, Malediven, irgendeine Landschaft, wie man Sie auf Postkarten findet, das war mein Traum. Das sollte es sein.
Wie das Schicksal so spielt, meine Mutter hatte einige Zeit vorher „Eat, Pray, Love“ im Fernsehen gesehen und nun erschien Bali in unserer Planung. Yoga, Meditation, asiatische Gastfreundlichkeit, das sollte es nun sein. Nach dem ersten Googlen dachte ich resigniert: „Adieu weißer Sandstrand“; kein karibisches Meer, kaum türkisblaues Wasser. Aber immerhin gefiel mir der Gedanke, Asien kennen zu lernen, ganz gut.

Im Mai ging es los und der erste Eindruck war so gar nicht „Eat, Pray Love“… Wir kamen abends am Flughafen auf der Insel an und im Dunkeln ging es dann  in einer Art VW Bus anderthalb Stunden Richtung Ubud, unsere erste Station. Ich war nahezu geschockt und so gar nicht glücklich: Wir fuhren auf asphaltierten Straßen mit riesigen Löchern, wurden überholt von hunderten Mopeds, die nur Zentimeter an uns vorbeifuhren, wild hupend. Der Straßenrand war nur erleuchtet von Hinterhof Garagen in denen zwielichtige Gestalten and heruntergekommenen Autos und Motorrädern schraubten. Vorbei an kleinen Streetfood Ständen, vor deinen ein paar Balinesen auf Plastikstühlen hockten, neben Bruchbuden, vor denen unheimliche Statuen mit grässlichen Fratzen im Mondlicht nur noch angsteinflößender wirkten. Das war so gar nicht das Paradies, was ich mir vorgestellt hatte.

Nun, fast drei Jahre und viele Besuche später, weiß ich, wie naiv, falsch und engstirnig ich damals gewesen bin. Bali ist eine wundervolle Insel, leider viel zu sehr durch den Tourismus gebeutelt.
Mittlerweile spreche ich ganz gut Indonesisch, habe gute Freunde und wundervolle Menschen dort gefunden und mein Herz an dieses Land verloren. An keinem anderen Ort habe ich dieselbe Gastfreundschaft, ein schöneres Wertesystem, soviel Inspiration, Kultur, Warmherzigkeit und Augen öffnende Erlebnisse gefunden wie hier.
Ich habe mich neu kennen gelernt und bin ein besserer Mensch geworden, habe erlebt, was es bedeutet, sich stets weiterzuentwickeln.

Ich möchte andere Menschen an diesen wundervollen Dingen teilhaben lassen und werde dieses Land deshalb nicht in einem Post, sondern in vielen kleinen Beiträgen greifbar machen, in der Hoffnung, ein bisschen von dem Zauber weitergeben zu können und anderen Menschen Inspiration zu schenken.

 

Indo2

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6 Gedanken zu “Indonesia, anda pemilik hatiku.

      1. Das Essen ist suuuper lecker und es macht Spaß, die traditionellen Zubereitungsarten zu lernen. Ich glaube, ich mache auch nochmal einen seperaten Post zum Essen dort 🙂 Bin dann auch gespannt auf Deine Erfahrungen!!

      2. Oh bitte ich will deinen Post sehen und kochen 😊
        Hast du schon meine indonesischen rezepte ach geschaut 😆 will ja keine Werbung machen aber die lohnen sich … Kommt aus Indonesien original traditionelle rezepte 😊
        Einen wunderschönen Sonntag
        Und bis bald

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